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Ratgeber prämenstruelles Syndrom

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Prämenstruelles Syndrom
Therapie eines prämenstruellen Syndroms

Für die Therapie eines prämenstruellen Syndroms stehen unterschiedliche Behandlungsstrategien und Verfahren zur Auswahl. Die Entscheidung zur einer Therapie beim prämenstruellen Syndrom richtet sich im Wesentlichen nach den Beschwerden und Symptomen der Patientin. Ein erster Therapieschritt ist meist eine Linderung der Symptome, häufig in Form von Schmerzmitteln.

Zur Therapie des prämenstruellen Syndroms im schwerwiegenderen Fall der prämenstruellen dysphorischen Störung, bietet sich eine Therapie zum hormonellen Ausgleich während der Gelbkörperphase im Zyklus an. In diesem Fall wird der behandelnde Arzt in der Regel eine geeignete Therapie mit entsprechenden Arzneimitteln einleiten.

Therapie eines prämenstruellen Syndroms

In der Regel ist jede Frau ist bis zum Eintritt in die Menopause einmal monatlich von den hormonellen Schwankungen ihres Zyklus betroffen – die eine mehr, die andere weniger.

Ob und wie stark sich die Symptome des prämenstruellen Syndroms auswirken, hängt vom Verhalten und der Einstellung der Frau ab. Eine positive Einstellung zu sich und seinem Körper zu entwickeln, kann ein erster Schritt bei der Therapie sein.

Therapie eines prämenstruellen Syndroms anhand gezielter Ernährung

Auch die Ernährung spielt bei der Therapie eines prämenstruellen Syndroms eine entscheidende Rolle. Gemüse und Obst sollten generell auf dem Speiseplan stehen, auch der Verzicht auf salzhaltige Speisen sowie eine Einschränkung von koffein- und alkoholhaltigen Getränken können die Symptome des prämenstruellen Syndroms lindern. Einer Studie zufolge konnten Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren in Verbindung mit bestimmten Vitamin-Komplexen und Magnesium eine positive Wirkung bei PMS-Patientinnen entfalten.

Therapie eines prämenstruellen Syndroms durch Sport und Bewegung

Bewegung ist ein weiterer Aspekt, der bei der Therapie eines prämenstruellen Syndroms hilfreich sein kann. Bei Patientinnen mit PMS-H, also bei Wassereinlagerungen in der Brust und anderem Gewebe, kann Bewegung für einen Abtransport der überschüssigen Flüssigkeit sorgen. Dabei muss kein umfangreiches Sportprogramm absolviert werden. Schon ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft fördern die Durchblutung und lösen Krämpfe im Unterleib. Zudem setzt Bewegung im Gehirn das Glückshormon Endorphin frei.

Therapie eines prämenstruellen Syndroms durch Entspannung und Ausgleich

Auch Stress und Leistungsdruck sind bei vielen Frauen die auslösenden Komponenten für die Entstehung eines prämenstruellen Syndroms. Mediziner empfehlen deshalb, sich gerade in der zweiten Phase des Menstruationszyklus nicht zu überfordern. Frauen, die zu depressiven Verstimmungen neigen, sollten besonders auf sich achtgeben. Sportlicher Ausgleich oder Entspannungsübungen wie Yoga und Tai Chi können helfen, die innere Ruhe wiederzufinden und Stress abzubauen.

Therapie eines prämenstruellen Syndroms mithilfe von Medikamenten

Bei leichten Beschwerden können rezeptfreie Schmerzmittel gegen Rücken-, Kopf- und Unterleibsschmerzen eingesetzt werden. Allerdings ersetzten diese Medikamente nicht die gezielte Therapie eines prämenstruellen Syndroms. Gerade bei leichteren Formen des PMS sind Maßnahmen mit Bewegung und Entspannung häufig erfolgreich.

Für Patientinnen mit nervöser Unruhe und depressiven Verstimmungen können pflanzliche Arzneimittel wie Johanniskraut bei der Therapie eines prämenstruellen Syndroms hilfreich sein. Bei Wassereinlagerungen eignen sich ausschwemmende Mittel. Darüber hinaus hat sich Mönchspfeffer in Studien als bewährtes Mittel gegen diverse Symptome des prämenstruellen Syndroms erwiesen.

Nach Rücksprache mit dem Gynäkologen können auch Präparate mit einer Östrogen-Gestagen-Kombination zur Therapie eines prämenstruellen Syndroms eingesetzt werden. Durch die Verhinderung des Eisprungs wird der Hormonhaushalt der Frau in Einklang gebracht.

Sabrina Mandel

 

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In der Gynäkologie und medizinischen Fachsprache werden Beschwerden vor der Menstruation als prämenstruelles Symdrom, kurz PMS, bezeichnet. Umfragen zufolge sind dreiviertel aller Frauen vom prämenstruellen Syndrom betroffen. Weil sich die Symptome des prämenstruellen Syndroms sehr vielseitig und von Frau zu Frau verschieden auswirken, sind sowohl Diagnose als auch Therapie meist schwierig und zeitintensiv. Hinzu kommt, dass die Beschwerden bis zu zwei Wochen vor der kommenden Regelblutung eintreten können, sodass die körperlichen und seelischen Beschwerden häufig gar nicht mit dem Zyklus in Verbindung gebracht werden. Die Therapie des prämenstruellen Syndroms richtet sich deshalb häufig nach den Symptomen und weniger nach den Ursachen.

Das prämenstruelle Syndrom zeichnet sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome aus. Die Beschwerden reichen von leichteren physischen Zuständen bis hin zu schweren seelischen Einschränkungen und können sowohl einzeln als auch in Kombination auftreten. Eine allgemein gültige Ursache gibt es für die Entstehung des prämenstruellen Syndroms nicht. Auch Mediziner können bis heute keine eindeutige Aussage über die auslösenden Faktoren des prämenstruellen Syndroms treffen. Allerdings wird vermutet, dass die Beschwerden mit den Hormonschwankungen beim Monatszyklus der Frau zusammenhängen. Auch die generelle Verfassung und Lebenssituation der Frau spielen bei der Entstehung eines prämenstruellen Syndroms scheinbar eine erhebliche Rolle.

Diagnose Prämenstruelles Syndrom

Klinischen Untersuchungen zufolge sind mehr als 150 Symptome bekannt, die unmittelbar im Zusammenhang mit einem prämenstruellen Syndrom stehen können. Die Diagnose eines prämenstruellen Syndroms ist dementsprechend schwierig. Verlauf, Beschwerden und Auswirkungen sind von Frau zu Frau verschieden und auch der Beginn des prämenstruellen Syndroms während des Monatszyklus ist unterschiedlich. Aus diesem Grund werden Symptome eines prämenstruellen Syndroms häufig nicht als solche erkannt. Stimmungsschwankungen sowie Bauch- und Kopfschmerzen werden von vielen Frauen als vorübergehend angesehen und nicht auf ein prämenstruelles Syndrom zurückgeführt. Zur Diagnose eines prämenstruellen Syndroms wird deshalb empfohlen, ein sog. Regeltagebuch zu führen.